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Räder und Rollen für Transportgeräte – Wissenswertes

Möchten Sie Lasten von einer Stelle an die andere bringen, benötigen Sie das passende Transportgerät. Dieses muss mit geeigneten Rollen ausgestattet sein, damit der Transport erfolgreich verlaufen kann. Doch welche Ausführungen sind die richtigen für welche Anwendungen und Voraussetzungen? Bei der Auswahl kommt es auf viele verschiedene Faktoren an. Hier erhalten Sie einen Überblick über die wichtigsten Kriterien für die Wahl von Rädern und Rollen.

Transportgeräterollen von HANEU

  1. Die Tragfähigkeit der Rollen
  2. Die Lagerung der Räder
  3. Das Laufflächenmaterial
  4. Lenk- oder Bockrollen – die Bauformen
  5. Montagearten der Rollen
  6. Weitere Kriterien für die Auswahl
  7. Fazit – es kommt auf viele Eigenschaften an

Die Tragfähigkeit der Rollen

Entscheidend für die richtige Auswahl von Rollen ist das Gewicht der Ladung, die Sie transportieren möchten. Um zu wissen, wie hoch die Tragfähigkeit einer einzelnen Rolle mindestens sein muss, nehmen Sie die folgende Rechnung zur Hilfe:

Traglast einer Rolle = (Eigengewicht des Transportgeräts + Zuladung) geteilt durch 3. Doch warum 3 und nicht 4? Das hat einen einfachen Grund: So kann es auf unebenem Boden vorkommen, dass der Wagen vorübergehend statt auf vier auf drei Rädern steht. In diesem Fall ist es wichtig, dass bereits die Tragfähigkeit von 3 Rollen ausreicht.

Die Lagerung der Räder

Ihnen stehen drei verschiedene Ausführungen von Lagerungen zur Auswahl, die jeweils spezifische Eigenschaften aufweisen:

  • Gleitlager: billig und relativ wartungsfrei, werden im Transportbereich meist nur bei Polyamidrädern für spezielle Anwendungen im Nassbereich verwendet, wo Kugel- oder Rollenlager von Korrosion bedroht wären.
  • Rollenlager: ideal für die häufige Nutzung, in der Regel wartungsfrei.
  • Kugellager: für höchste Ansprüche geeignet, auch für widrige Bedingungen und hohe Traglasten mit hervorragenden Laufeigenschaften.

Hinsichtlich der Lagerung kommt es also wesentlich auf die Ansprüche an, die Sie an die Fahreigenschaften Ihres Transportgerätes stellen. Verwenden Sie ein Transportgerät nur gelegentlich, reichen Rollenlager häufig vollkommen aus. In anderen Fällen lohnt sich die Investition in Kugellager.

Das Laufflächenmaterial

Bei der Auswahl von Rädern und Rollen wird das Laufflächenmaterial gerne vernachlässigt. Dabei beeinflusst es die Eigenschaften der Rollen entscheidend. In diesem Zusammenhang spielen die folgenden Eigenschaften eine besonders wichtige Rolle:

  • Hitzebeständigkeit
  • Laufeigenschaften
  • Widerstandsfähigkeit gegen chemische Substanzen, Öle und Fette
  • Lebensdauer
  • Tragfähigkeit

Als Laufflächenmaterial stehen verschiedene Materialien zur Verfügung. Die preiswerteste Wahl ist in der Regel Polypropylen. Zu den Vorteilen dieses Materials gehört seine hohe chemische Beständigkeit. Allerdings weisen Räder aus Polypropylen nur eine mittlere Lebensdauer und Traglast auf und sind für Transporte auf unebenen Böden kaum geeignet. Auch sind sie bei Temperaturen im Frostbereich, z. B. in Kühlhäusern nicht zu empfehlen – im Gegensatz zu Rädern aus Polyamid.

Sehr gebräuchlich als Laufflächenmaterial ist Vollgummi. Räder aus diesem Material leisten bei unebenem Boden gute Dienste, flachen allerdings bei längeren Standzeiten oft ab, so dass ein unrunder Lauf die Folge sein kann. Noch hochwertiger sind Thermoplastisches Gummi und Vollgummi-Elastik. Möchten Sie Lasten bei besonders widrigen Bedingungen transportieren, greifen Sie zu Rädern beziehungsweise Rollen mit einem Laufflächenmaterial aus Polyurethan. Dieses ist äußerst robust und langlebig. Außerdem punktet es mit hervorragenden Laufeigenschaften, hoher Chemikalienbeständigkeit und einer hohen Traglast

Lenk- oder Bockrollen – die Bauformen

Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Arten von Rollen:

  • Lenkrollen: Hier ist der Name Programm. Lenkrollen lassen sich schwenken und ermöglichen so eine einfache Lenkung. Sie können mit einem Feststeller ausgestattet sein. Blockiert dieser nur die Schwenkbewegung und nicht die Radstellung, spricht man von einem Richtungsfeststeller. Üblicherweise kommen Totalfeststeller zum Einsatz, die sowohl das Wegrollen als auch das Schwenken der Lenkrollen blockieren. Die Betätigung erfolgt per Fuß an jeder einzelnen Rolle. Hochwertige Transportgeräte sind häufig mit einer zentralen Feststellbremse ausgestattet, bei der über nur ein Fußpedal beide Räder blockiert werden.
  • Bockrollen: Bockrollen sind starr, also nicht schwenkbar.

Meist besitzen Transportgeräte zwei Lenkrollen und zwei Bockrollen. Klassischerweise befinden sich die beiden Lenkrollen vorne am Gerät und die beiden Bockrollen hinten. Es gibt allerdings auch den umgekehrten Fall. Ergotruck-Geräte weisen zwei Lenkrollen hinten und zwei Bockrollen vorne auf.

Transportwagen mit vier Lenkrollen lassen sich – ähnlich wie Einkaufswagen – auf der Stelle drehen und sind sehr beweglich. Dadurch ist diese Anordnung besonders gut für enge Gänge geeignet. Weniger zufriedenstellend ist in diesem Fall der Geradeauslauf. Sind zwei Lenkrollen mit Richtungsfestellern ausgestattet, lassen sie sich für längere Geradeaus-Fahrten arretieren und damit quasi zu Bockrollen machen-

Montagearten der Rollen

Sowohl Lenk- als auch Bockrollen müssen an dem betreffenden Transportgerät befestigt sein, um ihre Aufgabe einwandfrei zu erfüllen. Dafür existieren verschiedene Befestigungsarten. Verbreitet im gewerblichen Bereich sind Anschraubplatten. Diese sind in aller Regel genormt und in verschiedenen Ausführungen lieferbar. Einfacher zu montieren sind Befestigungen mit einer Schraube, die durch eine Bohrung im Lenkgehäuse gesteckt wird.

Weitere Kriterien für die Auswahl

Ein weiteres Kriterium ist der Raddurchmesser. Er bestimmt im Zusammenspiel mit der Bodenbeschaffenheit den Roll- und Anfahrwiderstand. Richten Sie sich außerdem nach der Härte von Böden. Für weiche Böden empfehlen sich harte Räder und umgekehrt. In elektrostatisch geschützten Bereichen sollten Sie nur elektrisch leitfähige Rollen verwenden.

Fazit – es kommt auf viele Eigenschaften an

Überlegen Sie vor der Auswahl, welche Eigenschaften Räder und Rollen erfüllen sollten:

  • Wie schwer sind die Lasten, die Sie befördern möchten?
  • Wie ist der Untergrund beschaffen?
  • Welche Temperaturen herrschen beim Transport und kommen die Rollen eventuell mit chemischen Flüssigkeiten in Kontakt?
  • Rangieren Sie viel in engen Gängen?

Auch der Preis spielt eine Rolle. Beim Kauf guter Rollen sollten Sie jedoch nicht unnötig sparen. Schließlich beeinflussen diese Ihre tägliche Arbeit.